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Unser starkes Kreuz für Demokratie

Dekanat Erlangen 3 weeks ago

Kommunalpolitik kümmert sich um die Daseinsvorsorge, um Wasser, Energie, Müllbeseitigung oder Brandschutz. Sie fördert Wirtschaft, Soziales und Bildung, Sport, Gesundheit und Pflege. Sie engagiert sich für Kultur, Jugendarbeit und Heimatpflege.  Sie ist die politische Ebene, die besonders nahe am Menschen ist. Wir kennen diejenigen persönlich, die für politische Entscheidungen verantwortlich sind. Deshalb ist Kommunalpolitik das Aushängeschild demokratischer Politik, deshalb brauchen wir dafür engagierte Demokratinnen und Demokraten.  Als Kirche wollen wir nicht in erster Linie von der Seitenlinie kluge Kommentare abgeben oder nur fragen, ob "die Politik liefert". Wir ermutigen alle, die sich bei einer demokratischen Partei oder Vereinigung engagieren und für ein kommunalpolitisches Mandat kandidieren. Wir wollen, dass sich Christinnen und Christen mit ihren Überzeugungen und Werten in die Kommunalpolitik einbringen.  Wir stehen an der Seite derjenigen, die kandidieren und unsere Demokratie stärken. Wir unterstützen sie, gerade dann, wenn es zu Anfeindungen, Hass, Hetze und Pöbeleien kommt. Alle demokratischen Mandatsträger sollen wissen, dass sie sich auf uns verlassen können.  

Deshalb engagieren wir uns als ELKB im Vorfeld der bayerischen Kommunalwahlen, die am 8. März 2026 stattfinden. Deshalb starten wir die Kampagne: „Unser starkes Kreuz für Demokratie“ (www.unser-starkes-kreuz.de)  Den Auftakt zu unserer Aktion lieferten Landesbischof Christian Kopp und Kardinal Marx am 25. Juli mit ihrem Wahlaufruf, wo sie insbesondere Christinnen und Christen dazu aufriefen, nicht nur wählen zu gehen, sondern auch zu kandidieren. Der Landeskirchenrat hat in seiner Septembersitzung eine Regelung getroffen, in der die Unvereinbarkeit der Übernahme eines kirchlichen Leitungsamtes mit der Kandidatur für gesichert extremistische, menschenfeindliche und völkische Parteien festgestellt wurde. 

Evangelische Kandidaturen
Mit unserer Kampagne wollen wir deutlich machen, wie viele Menschen aus den Reihen der ELKB sich in der Kommunalpolitik engagieren – unter dem Motto „Suchet der Stadt Bestes“ (Jeremia 29,7). Deshalb präsentieren wir rechtzeitig zum Wahlkampfbeginn im Januar 2026 „Evangelische Kandidaturen“. Im Sonntagsblatt und in den Sozialen Medien portraitieren wir teils bekannte, teils unbekannte evangelische Christinnen und Christen. Frauen wie Männer, jung wie alt, politisch eher links und politisch eher rechts. Die Vielfalt ist unsere Stärke – in der Kirche wie in der Politik. Und das Besondere an diesem Teil unserer Kampagne ist: niemand macht „Werbung“ für sich, sondern immer für einen anderen Christenmenschen.   
  
"Lovestorm" & Seelsorge
Die Evangelische Jugend (EJB) bereitet derzeit eine Aktion vor, bei der junge Menschen im Netz jenen Kommunalpolitikerinnen und -politikern zur Seite springen, die Hass und Hetze ausgesetzt sind. Die jungen Menschen erhalten vorab Schulungen, um inhaltlich professionell agieren zu können und um nicht selbst Opfer von Hass und Anfeindungen zu werden. Und werden dann in den Sozialen Medien aktiv!  Die erste von zwei Schulungen zum Selbstschutz der "Netzengel" findet am 1.12. online statt. Hier ein Youtube-Video zum Lovestorm, weitere Infos und Anmeldung bei der EJB. 

Aber „unser starkes Kreuz für Demokratie“ bieten wir unseren demokratischen Repräsentanten nicht nur digital, sondern auch im echten, analogen Leben! In jedem Dekanat werden wir wenigstens eine Seelsorgerin oder einen Seelsorger benennen, an die/den sich Kandidierende in der seelischen Not von Hassangriffen wenden können.   

Beteiligung durch Bildungsformate
Gemeinsam mit der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB, früher AEEB) haben wir innovative und beteiligungsorientierte Veranstaltungsformate entwickelt. Diese Ideen stellen wir HIER auf unserer Homepage zur Verfügung.  Wir hoffen, dass möglichst viele Bildungswerke, regionale Diakonische Werke, Jugendwerke und Gemeinden entsprechende Veranstaltungen im Vorfeld der Wahlen durchführen. So können auch Sie sich einbringen, so können auch Sie Teil werden von „unserem starken Kreuz für Demokratie“. 
Einen Überblick über Vor-Ort-Veranstaltungen zum Thema Demokratie in Ihrem Umkreis finden Sie auf unserer Seite Veranstaltungen in ganz Bayern.  

Materialien zur Kampagne
Wer Flächen oder Fahnenmasten hat, um mit Bannern, Fahnen, Bierfilzln öffentlich Gesicht zu bekennen, findet HIER unsere Materialbörse mit einer Übersicht der kostenfrei bestellbaren Materialien.

Carsten.Kurtz

„Neu-Macher mit Anstand, Klugheit und Liebe braucht unsere Gesellschaft“

Dekanat Erlangen 3 weeks ago

Neujahrsbotschaft des Landesbischofs zur Jahreslosung 2026
 
Mit der biblischen Jahreslosung 2026 „Siehe, ich mache alles neu“ verbindet Landesbischof Christian Kopp eine hoffnungsvolle Botschaft. Das neue Jahr beginne nicht bei null, sondern mitten in einer Welt voller Brüche, Sorgen und ungelöster Konflikte. „Neuanfang beginnt mitten im Unfertigen“, sagt Christian Kopp. „‚Alles neu‘ heißt nicht: alles weg, sondern was da ist, wird verwandelt. Verletzungen, Schuld, Leid und auch das Misslungene bekommen eine neue Richtung.“ Die Jahreslosung sei deshalb mehr als ein guter Wunsch zum Jahresbeginn. Sie stehe für eine christliche Haltung, die nicht beim Bestehenden stehen bleibt, sondern auf Verantwortung und Zukunft setzt - persönlich wie gesellschaftlich.
 
Neu machen heißt: Das Bestehende verwandeln
 
Was Erneuerung konkret bedeutet, macht der Landesbischof an einem Maler aus Italien deutlich: Ein Mann überstreicht nachts mit Graffiti beschmierte Hauswände und hinterlässt den Satz „Dies ist ein Akt urbaner Liebe“. Für Christian Kopp ist das ein Bild für Menschen, die nicht zuschauen, wie etwas verkommt, sondern Verantwortung übernehmen: „Solche Neu-Macher mit Anstand, Klugheit und Liebe braucht unsere Gesellschaft.“ Besonders im Angesicht von Tod und Trauer zeige sich die Tiefe der Jahreslosung. Der christliche Glaube halte daran fest, dass mit dem Tod nicht alles endet. Hoffnung bedeute hier nicht verdrängen, sondern die Erfahrung, dass selbst nach großen Verlusten ein neuer Tag beginnt. Neuanfang beginnt im Kleinen: mit dem Aufstehen am Morgen, mit dem nächsten Schritt, mit dem Zuhören. 
 
Kirche ist ein Ort des Zuhörens und des offenen Dialogs
 
Neues brauche Räume, in denen Menschen gehört werden. Kirche verstehe sich als ein Ort des Zuhörens, des offenen Dialogs und der Gemeinschaft. Kopp verweist auf den Wiederaufbau der evangelischen Christuskirche in Utting am Ammersee, die nach einem Brand durch das Engagement vieler Menschen neu entstanden ist – getragen von Solidarität weit über die Kirchengemeinde hinaus. „Wo Menschen gemeinsam anpacken, wird sichtbar, was Neuanfang heißt.“ Die Jahreslosung 2026 lade dazu ein, jeden Tag als Geschenk zu sehen, und darauf zu vertrauen, dass Neues wachsen kann.
 
München, 29. Dezember 2025
Christine Büttner, Pressesprecherin

Carsten.Kurtz

Epiphanie: Ein neuer Anfang im Licht

Sonntagsblatt 3 weeks 1 Tag ago
Unser Autor Michael Lehmler lädt mit seinem Impuls zu Epiphanias oder Epiphanie dazu ein, im Licht Gottes einen Neuanfang zu wagen. Passion, Pilgerschaft und Heil erfahren wir als Einladung, das Allumfassende neu zu entdecken.
Michael Lehmler